Mit dem Handy bezahlen geht – zumindest an Coburger Parkautomaten

Handyparken

Mein Flehen wurde erhört. Naja, nicht wirklich. Aber der Reihe nach:

Seit Ende Oktober kann man in Coburg sein Parkticket mit dem Handy lösen. Man muss also nicht mehr darauf hoffen, dass man die Geldstücke, die der Automat zu akzeptieren gedenkt, in ausreichender Anzahl griffbereit hat.

Tolle Idee und wenn man der Anleitung (PDF) glauben schenken darf einfachste Handhabung. Trotzdem hätte ich da gern ein paar Kritikpunkte, Fragen und Anregungen:

  • Kosten: Ich sag’s mal so: Hier in Mainz kriegt man das Ticket billiger, wenn man bargeldlos bezahlt!
  • Insellösung: Das ganze ist ein System, das absolut auf den einen Anwendungsfall „Parkticket” zugeschnitten ist. Will jetzt auch mein Bäcker da mitmachen, dann geht das nicht, außer, er verkauft jedes Brötchen für 50 Cent und nicht mehr als sechs auf einmal.
  • Barrierefrei: Wie kann ein System barrierefrei sein, das einen bestimmten Handy-Provider als zwingende Zugangsvoraussetzung hat? Für einen O2-Kunden ist das eine nicht überwindbare Barriere!
  • Fehler: Den Flyer hätte mal jemand Korrektur lesen können, aber das meine ich nicht.
    • Bedienung: Was passiert, wenn ich, soll ja bei T9 nicht weiter schwierig sein, das falsche Kennzeichen hinschicke?
    • Nicht mögliche Verlängerung: Was passiert, wenn ich mein 2-Stunden-Ticket in Parkzone 2 um eine halbe Stunde verlängern will? SMS bezahlt und Pech gehabt?
    • Kein Geld mehr auf der Prepaid-Karte: Für die SMS bezahlt, aber trotzdem kein Ticket?
    • Logik: Für eine halbe Stunde Parkdauer hängt man .30 an das Kennzeichen, für drei Stunden .3. Der erste, der drei Euro für 30 Minuten Parken gelatzt hat, dürfte nicht lange auf sich warten lassen. Logischer wäre eine Angabe immer in Minuten oder immer in Stunden (dann ist eine halbe Stunde aber .5!) gewesen, wobei ich die Minutenlösung favorisiere.

Alles Probleme, die der Betreiber Sunhill Technologies in den sieben Jahren, die er das System jetzt im Betrieb hat, offensichtlich noch nie hatte. Und einen Problemfall hätte ich gerne noch konstruiert, man mag auch sagen „an den Haaren herbeigezogen”:

Ich parke mein Auto und schicke brav mein Kennzeichen MZ-F 1905 ohne Leerzeichen, Bindestriche etc. an die Kurzwahlnummer. Drei Autos hinter mir parkt kurze Zeit darauf ein Münchner, der es aber versäumt, ein Ticket zu lösen oder eine SMS zu schicken. Sein Kennzeichen ist M-ZF 1905. Und jetzt?

Da werde ich dem Coburger Ordnungsamt wohl mal eine Mail schreiben müssen.

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2 Kommentare zu „Mit dem Handy bezahlen geht – zumindest an Coburger Parkautomaten”

  1. [...] ich habe Fragen. Und ja, ich habe das Coburger Ordnungsamt nach Antworten gefragt. Und nein, ich habe noch keine [...]

  2. [...] Ordnungsamt hat sich gemeldet. Die Älteren unter euch werden sich erinnern: Ich habe meine Fragen zum Handyparken Anfang November eben dort hingerichtet, wie man es empfiehlt. Nachdem ich nach drei Wochen [...]

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