Autorenarchiv

Rettet Vesteblick!

Vesteblick

Schaut man sich hier mal in der Seitenleiste die Blogroll an, so muss man feststellen: Blogs aus (und für) Oberfranken sind Mangelware (sollte ich eines übersehen haben, lasst es mich wissen!).

Und für Vesteblick beginnt das neue Jahr gleich mit einer Hiobsbotschaft, der eine Kostennote von fast 750 Euro beigeheftet war. Und ein Ende von Vesteblick wäre dem Fortbestand der oberfränkischen Blogosphäre alles andere als zuträglich.

Daher einfach mal ein Bier im Antla, beim Bauernhannla oder sonstwo weniger trinken und dem Falk einen Fünfer (oder natürlich auch mehr) überweisen. Der komplette Vesteblick-Spendenaufruf findet sich hier.

Mitwitz: Das einzig wahre Partnerdorf für Finsdorf

Finsdorf

Ich bin ja manchmal echt für jeden Scheiß zu haben. Nachdem ich gerade versuche, eine gewisse Faszination für Stromberg zu entwickeln habe ich natürlich auch am Gewinnspiel für das Partnerdorf teilgenommen. Für die Analen daher meine E-Mail, die gerade an den Gewinnspielgroßmeister in Finsdorf raus ist:

Hallo!

Ich weiß, was ihr hören wollt, aber meiner Meinung nach kann eine nicht existente Stadt wie Bielefeld kein Partnerdorf für das reale Finsdorf sein. Außerdem ist Bielefeld ja auch eine Stadt, auch wenn sie nicht existiert.

Damit fällt auch die Stadt Stromberg im Hunsrück raus, weil Stadt, wobei sie als Heimat des deutschen Michels ja eigentlich geradezu prädestiniert dafür wäre. Da ja aber Stromberg (die Serie, nicht die Stadt) eine Serie mit Witz ist, würde ich sagen, Mitwitz, das Tor zum Frankenwald, ist das ideale Partnerdorf für Finsdorf (ok, es ist ein Markt, aber wir wollen mal nicht päpstlicher als der Papst sein, oder?)!

’s Antla – flügellahm im Web

Antla

Vorweg: Auch wenn einige ihre Probleme damit haben, dass diese Medium einem jeden ermöglicht, Kritik zu äußern, ich werde es wieder tun. Jetzt gleich. Ich brauche dazu keinerlei Legitimation von irgend jemanden noch muss ich mich vorher mit wem auch immer in Verbindung setzen. Und da man offensichtlich nicht lesen mag, bevor man kommentiert: Diese Homepage verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen. Ich bin auch gar nicht im Agenturgeschäft tätig, als das ich hier um irgendwelche Aufträge buhlen müsste. Aber vielleicht komme ich irgendwann zurück nach Franken und werde steinreich, indem ich einfach das mache, was man in jedem ordentlichen Handwerk macht: Vernünftige Arbeit.

Denn darum soll es auch heute gehen. Meine Heimatstadt ist seit kurzem um ein Stück Erlebnisgastronomie reicher, das „Antla“, Mikrobrauerei und gute fränkische Küche in einem. Sagt zumindest die Werbung, es hat sich leider noch nicht ergeben, dass ich da mal vorbeischauen konnte.
Da nicht alles, was in der Zeitung steht, richtig ist, muss hier aber zunächst klargestellt werden: Es heißt auch in Mitwitz „Entla“. Antla heißt es erst ab Hassenberg. Die sagen ja aber auch „a breids Braad“, obwohl sie „a braads Breid“ meinen. Vermutlich ist die Namensgebung daher eine Marketingmaßnahme, um in’s Gespräch zu kommen. Aber irgendwie hat das was von sein Kind Pumuckl zu nennen, nur damit man zum Gesprächsthema in der Stadt wird.

Wie schon erwähnt haben Gastronomiehomepages im Landkreis Kronach vor allem eines gemeinsam: Sie sind schrecklich. Optisch, technisch und inhaltlich. Es braucht also nicht viel, um aus dieser Masse des Grauens hervorzustechen.
Ich wage zu behaupten, dass beim Gesamtvolumen von 2,5 Millionen Euro 1‰ gereicht hätte, um eine annehmbare Homepage, die optisch, technisch und inhaltlich auf dem aktuellen Stand ist, auf die Beine zu stellen. Für alle, die es nicht so mit dem Kopfrechnen haben: 1 Promille von 2,5 Millionen sind 2500 Euro. Stattdessen muss man annehmen, dass in diese Homepage genau 0 Euro geflossen sind. Offensichtlich fängt für „die Werbeberater“, wie es so schön in der Neuen Presse heißt, das Erlebnis Erlebnisgastronomie erst an der Türschwelle an. Die Homepage jedenfalls vermittelt den kühlen Charme einer Werbebroschüre für ein Altersheim, bei der man kurz vor Feierabend noch schnell den Knopf ‘Für Web exportieren’ in der verwendeten Textverarbeitung gedrückt hat:
Anders ist es nicht zu erklären, warum das ganze die Form eines DIN A4-Blattes hat, sieht man mal vom animiertes Gif-Bild als Intro mit sehenswerter Meta-Weiterleitung ab. Der Text ist schwer lesbar, Spationierung zu groß, Durchschuß zu klein, Schriftgöße generell zu gering. Die Tageskarte ist ein per iFrame eingebundener Word-Export, beim Kalender kommt ungefragt ein PDF-Dokument. Bei Hotels wird auf den Innenteil des Framesets der Hotelhomepage verlinkt, zu dessen Gesamtensemble das Antla ja gehört. Von dort gibt es keinen Weg zurück und auch keinen Weg zur eigentlichen Hotelwebsite. Kontakt gibt’s nur per E-Mail, kein Formular hilft dem Gast, mal eben schnell eine Anfrage abzusenden, von einer Karte, wo denn das Antla liegt, ganz zu schweigen. Von der Möglichkeit, direkt online zu reservieren, wollen wir erst gar nicht reden.

Der ein oder andere wird jetzt sagen: „Ja, aber das Antla hat doch noch gar nicht offiziell eröffnet, ist doch alles noch Baustelle!“. Korrekt. Aber es wird sich an der Homepage nicht mehr viel ändern. Denn wer auch immer das verbrochen hat hat keine Ahnung von dem, was er tut. Und das wird sich auch bis zur Eröffnung im nächsten Jahr nicht ändern. Außer, man nimmt ein paar Euros in die Hand, damit das Erlebnis nicht schon bei der Homepage zum Albtraum wird. Aber vielleicht ist ja auch die miese Qualität der Homepage ein weiterer geschickter Schachzug der Marketingstrategen, um ins Gespräch zu kommen.

Qualitätsjournalismus? Pfff!

Abi-Verabschiedung FWG

Wehe, einer nimmt noch mal das Wort Qualitätsjournalismus im Zusammenhang mit einer Tageszeitung in den Mund!

Gestern war Abi-Verabschiedung des 09er Jahrgangs am Frankenwald-Gymnasium. Ich war dabei (nicht als Abiturient). Alexander Löffler vom Fränkischen Tag offensichtlich nicht. Oder er macht beim Zuschauen Fehler. Der Artikel im FT liest sich auf jeden Fall so, als wäre er aus einer Handvoll Fakten, die man über drei Ecken bekommen hat, schnell zusammengeschustert worden, zumal darin mehr KZG als FWG vorkommt…

Nur drei Beispiele:
Die Verabschiedung fand in der Schul-Aula statt. Die Mensa am FWG respektive am Schulzentrum Kronach sieht nicht nur anders aus, es riecht dort auch anders.

Es waren drei Schüler und Schülerinnen am FWG, die einen Schnitt von 1,5 oder besser hatten.

Und der größte Fauxpas: Es heißt Slovig! Siegfried Ludwig Otto Viktor Ida Gustav! Verdammt nochmal, ihr bekommt da eine Liste vom Gymnasium, die muss man nur kopieren und wieder einfügen! Abtippen war gestern! Und auf dem Abi-Zeugnis von Fabian steht der Nachname richtig. Die Schule dürfte den Fehler also nicht gemacht haben!

Ich mache hier übrigens keinen Qualitätsjournalismus. Ich kann es mir erlauben, qualitativ schlechte iPhone-Bilder zu veröffentlichen.

Skiken in Franken

Skikes
Auch wenn die Konkurrenz von Powerslide quasi direkt um die Ecke in Bindlach sitzt – auch in Franken gibt es Skiker, wie inFranken.de berichtet. Fehlt eigentlich nur der Hinweis, wo man diese kaufen kann: Natürlich im Nordic-Skating-Shop!

Zeitgemäß anno 2002

Frankenwaldtourismus

Osterurlaub bei meinen Eltern, beim letzten Abendessen eher unmotiviert durch die AVP geblättert und am Artikel „Neu gestaltete Internetseite für die touristischen Angebote aus dem Frankenwald” hängengeblieben. Ja, das wurde aber auch Zeit, die alte Seite in türkis, wo Wetter online prominenter vertreten war als die eigentlichen Inhalte, war mehr als unansehnlich. Und gute Webseiten sind auch gut für’s Geschäft (der Bauernhannla hat das noch immer nicht erkannt und bezugnehmend auf den Kommentar von Melanie kann ich noch ergänzen: Würde ich ihm anbieten, aber Agenturgeschäft ist „not my business”) und der Tourismus ist eine der wichtigsten Standbeine des Frankenwaldes.

Wer in der heutigen Informationsgesellschaft Kunden gewinnen und halten will, muss seine Angebote im Internet zeitgemäß präsentieren.

schreibt denn auch die AVP folgerichtig.

Auf den ersten Blick wirkt die Website frankenwald-tourismus.de auch in der Tat modern. Das typische Layout der Zeit mit nach oben ausklappenden Menüs und einem dreispaltigen Aufbau. Insgesamt wirkt der neue Auftritt frisch und gut durchdacht. Aber er hat natürlich so seine Ecken und Kanten:

Optisch fällt gleich auf, dass der mittlere Bereich zu eng geraten ist. Und auch dem Flash im Kopf hätte es besser gestanden, wenn es für breitere Monitore sanft in den Hintergrund übergeht, statt abrupt und nicht mal bündig mit der Navigation irgendwann zu enden. Auch das Menü suggeriert mit seinen kleinen Pfeilchen, dass es über mehrere Ebenen gehen wird, was aber nicht der Fall ist. Der Luxus, eine Hand als Mauszeiger zu haben, wie das bei Links eigentlich üblich ist, wird einem leider auch verwehrt.

Der englische Bereich ist ein Witz. Oder eine Frechheit. Oder beides.

Technisch habe ich, naturgemäß, mehr Kritikpunkte anzubringen.
Der Quelltext ist, gelinde gesagt, anstrengend. Viel zu viele unnötige Container, landläufig auch DIV-Suppe genannt und dann mischt sich doch immer mal wieder eine Layouttabelle ein – gerade bei einem Formular wie der Unterkunfts-Schnellsuche ist das so unnötig wie ein Kropf, wenn man denn wüsste, mit welchen Elementen man so ein Formular auszuzeichnen hätte. Von zugänglich ist dieses auf jeden Fall meilenweit entfernt.

Apropos Zugänglichkeit: Im Schnelltest durchgefallen, keine Skiplinks und auch alt-Texte für Bilder sind nicht vorhanden. Auch Überschriften sind gerne mal eben keine. Dafür sind die eigentlichen Überschriften mittels CSS ausgeblendet.

Und auch die Funktionsweise eines Druckstylesheets sollte man der ausführenden Agentur nochmal in aller Ruhe erklären.

Mittels einer interaktiven Karte kann man sich informieren, welche Angebote sich wo im Frankenwald befinden.

So die AVP weiter. Sorry, die Karte geht mal gar nicht. Die Topographischen Karten vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie sind für die Internetdarstellung schlicht und ergreifend nicht geeignet, wie es besser geht zeigen seit Jahren Google und Yahoo. Die Ladezeit ist außerdem unter aller Kanone.

Zeitgemäß hört darüber hinaus leider beim Design auf. Ich wollte den RSS-Feed abonnieren, damit ich immer auf dem laufenden bin. Gibt’s nicht. Auch das Online-Buchungssystem, an dem derzeit laut AVP nur ein Drittel der Unterkunftsbetriebe teilnehmen ist mindestens genau so verbuggt und hässlich wie das an der Mosel. Zeitgemäß ist anders!

Dem Bauernhannla sei Homepage

Bauernhannla

Ich muss nochmal auf die Homepage vom Bauernhannla zurückkommen. Ich hatte das ja schon angesprochen: Die geht absolut nicht. Wenn ich mich in der Gegend nicht auskennen würde und online ein Lokal für den Sonntagsausflug suchen würde, der Bauernhannla wäre sicherlich nicht mit dabei (wobei man ehrlich sagen muss, wenn ich ein Restaurant in Landkreis Kronach nach der Homepage aussuchen müsste, würde ich zu McDonalds gehen).

Bauernhannla – der urige Gasthof im Frankenwald

An der Homepage ist nichts auch nur im Ansatz urig! Allenfalls gruselig. Angefangen vom Frameset und dem übrigen Quellcode über das grün, das kein wirklich heimeliges Gefühl aufkommen lassen will bis hin zum schlecht freigestellten Logo. Jetzt ist es nicht so, dass die Konkurrenz in Steinberg es wesentlich besser machen würde. Auch zum davonlaufen. Aber beim Frack gibt’s wenigstens alle Bilder in einigermaßen groß, während beim Bauernhannla Briefmarkengröße vorherrscht. Der einzige Pluspunkt: Es wird offensichtlich regelmäßig der Bereich ‘Aktuelles’ aktualisiert. Auch nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Macht wahrscheinlich der Sohn vom Nachbarn. Würde zumindest zur Optik passen.

Dem könnte man aber mal sagen, er soll die Woche kein Update einspielen, weil das letzte schon entsprechend weitreichend vorausgeplant war und stattdessen den Schrott, der aktuell online ist, entsorgen und gegen was zeitgemäßes ersetzen. Das ist auch nicht weiter schwierig. Nichtmal für den möglicherweise minderbegabten Sohn des Nachbarn.

Software

Zunächst mal zieht man los und holt sich passende Software. Wordpress zum Beispiel. Kostet nichts, passt also ins Budget, und ist hinreichend DAU-sicher. Seit dem Online-Update, das mit 2.7 eingeführt wurde, sogar von einem solchen problemlos aktuell zu halten.

Bilder

Dann nimmt man sich eine beliebige Digitalkamera, wartet einen schönen Tag ab und macht Bilder. Vielleicht auch mal mit Leuten drauf. So sieht das aus als würde niemand hingehen. Und wenn es vier Wochen wie aus Eimern schüttet füttert man halt mal Google mit Informationen. Da fallen dann beispielsweise solche großartigen Aufnahmen raus. Den Fotografen zu fragen, ob man das Bild vielleicht benutzen darf, kostet erstmal nichts außer Überwindung. Und vielleicht hat er ja noch mehr davon.

Optik

Für grafisch Minderbemittelte wie mich wurde das Smashing Magazine erfunden. Die meinen es immer mal gut mit einem und schmeißen qualitativ hochwertige Themes für lau raus, wie zum Beispiel Blakmagik. Damit das ganze nicht gleich auf den ersten Blick aussieht wie von der Stange holt man sich noch eine andere Schrift für die Headline, beispielsweise die ebenfalls freie Yanone Kaffeesatz und ohne überragende Photoshop-Skills bekommt man auch das für den geplanten Einsatzzweck unpassende RSS-Logo weg und ein Logo rein.

Zusammenschrauben

Wenn man dann alle Einzelteile hat muss man die nur noch zusammenschrauben. Hier und da braucht es eine Schraube mehr, um beispielsweise auch einen Arikel auf die Startseite zu bringen, neben den Posts, die zukünftig die Aktuell-Kategorie ablösen. Und die Seiten, die oben rechts ‘rumhängen’ sollen natürlich nicht noch mal direkt drunter auftauchen.

Bauernhannla

Also alles kein Hexenwerk und innerhalb kürzester Zeit ist eine Homepage fertig, die ein wirklich uriges Gefühl vermittelt, einfachst zu administrieren und zu pflegen ist und die komplette Konkurrenz um Längen aussticht. Da hätte auch der Unternehmensberater drauf kommen können…

Restaurantkritik: Altes Druckhaus

kronach

Die Zeit zwischen den Jahren nutzend, um mit alten Freunden über noch ältere Zeiten zu quatschen haben wir einen kleinen Bummel durch die Stadt unternommen.

Erster Stop: Riverside. Da ist aber ab abends um acht „Raucherclub”, entsprechend gut ist die Luft im Inneren und wir ziehen weiter in die obere Stadt. Viele Kneipen sind voll, wenn ich mal irgendwie Lust auf was anderes habe, werde ich eine Kneipe in Kronach aufmachen. Das Alte Druckhaus bietet uns schließlich Platz und ist eingerichtet wie eh und je: rustikal-gemütlich. Allerdings nagt hier und da doch etwas der Zahn der Zeit, durchgewetzte Sitzpolster sind beispielsweise nicht so prickelnd, dafür ist das Lokal rauchfrei. Insgesamt ist es erschreckend, wie dieses Gesetz in Bayern quasi demontiert wurde und damit faktisch nicht mehr existiert. Man macht als Wirt einfach einen Raucherclub auf und schon ist wieder alles beim alten.

Die ‘Begrüßung’ im Druckhaus fiel kurz und ruppig aus und bestand lediglich aus der Frage nach der Speisekarte. Wir entscheiden uns schließlich für diverse Getränke, essen wollten wir dann doch nichts, was offensichtlich auf wenig Gegenliebe stieß.

Während die Softdrinks und auch der Cappuccino recht zügig geliefert wurden war das bei den Cocktails nicht der Fall. Außerdem musste die Bedienung nochmal nachfragen, was denn jetzt noch genau fehlen würde. Nachdem der letzte Cocktail dann geliefert worden war wurden wir in der Folge mit Nichtbeachtung gestraft, ohne uns eines Verbrechens irgendwie bewusst zu sein. Während um uns herum fleißig bedient und serviert wurde saßen wir über eine Stunde auf dem Trockenen – die fünfzehn Minuten, die wir darauf warten mussten, um zu zahlen, nicht mit eingerechnet. Auch das die CD irgendwann zu Ende war fiel dem unaufmerksamen Personal erst nach einer guten halben Stunde auf.

Fazit: Zwei Bedienungen sind für eine Lokalität dieser Größe schlicht und ergreifend zu wenig. Ich möchte nicht wissen, was da abgeht, wenn die Hütte voll ist. Aber anscheinend bleibt am Ende doch genug für die Betreiber hängen, auch ohne dass die Kunden unbedingt zufrieden die Lokalität verlassen.

Dieser Beitrag sollte eigentlich auf Restaurant-Kritik.de erscheinen, dort wird aber zwingend vorausgesetzt, dass man was gegessen hat. Ich hätte auch gerne auf eine Homepage des Alten Druckhauses verlinkt, aber solchen Luxus gönnt man sich nicht.

Hilft Hagen? Bauernhannla vs. Schuldenberg

Bauernhannla
Kaum hatte Xavier Naidoo das Feld geräumt dominierte der nächste ‘Promi’ [1] die Titelseiten der Lokalzeitungen: Unternehmensberater Stefan Hagen. Der kommt immer dann, wenn man das Business gegen die Wand gefahren hat und möglichst medienwirksam die Hosen runterlassen möchte. So geschehen auch beim Bauernhannla, einem durchaus beliebten Ausflugslokal in der Nähe von Wilhelmsthal [2].

Idyllisch gelegen, rustikal eingerichtet, ein typisch fränkischer Landgasthof eben. Auf dem dummerweise fast 1,2 Millionen Euro Schulden lasten.
Ich habe mich während meines letzten Heimataufenthalts mit vielen Leuten auch zu diesem Thema unterhalten. Die Arbeit vor Ort wäre sehr hart, meinen selbst gestandene Bedienungen und am Ende des Tages gebe es manchmal noch nicht einmal das Salär. Vermutlich, weil damit gerade was anderes bezahlt werden muss. Und wenn man die erste Kostenaufstellung von Hagen sieht, dann wundert einen das auch nicht. Über 5000 Euro Verlust pro Monat – da passt eines der Lieblingszitate meines Vaters wie die Faust aufs Auge: „Dä Bäärnstobbfer hodd immer gsochd: A jedem Baa lech iech zeia Bfennich drauf, ouer die Menga machds!” [3]
(weiterlesen…)

Twitter Groups – nutzlos?

Twittergroups

Eines der vermissten Features bei Twitter ist ja angeblich die Möglichkeit, Gruppen zu bilden. Wie so oft springen hier andere in die Bresche. Tweetdeck, den man sich aber nur installieren sollte, wenn man zu viel Monitorplatz hat, versucht das ganze auf Client-Seite zu lösen, Twitter Groups, denen leider noch keiner gesagt hat, dass ihre Seite optisch schlicht und ergreifend hässlich ist, biedert sich als Dienst an, um Twitter-User mit gleichen Interessen einen zentralen Anlaufpunkt zu bieten.

Ich bin jetzt seit knapp einer Woche Mitglied in der Gruppe Franken. Wobei Mitglied zu viel gesagt ist. Mein Twitter-Name steht auf der Seite. Fertig. Man bekommt weder Hinweise von Twitter Groups, dass es neue Mitglieder gibt noch bekommt man deren Tweets mit, wenn man ihnen nicht folgt. Und ich kann nichtmal auf einen Blick sehen, bei wem das der Fall ist und bei wem nicht. Ja, natürlich kann ich mir die aktuelle Tweet-Liste der Mitglieder im Browser abrufen, aber das will ich doch gar nicht. Wenn man die sowieso aggregiert, dann kann es doch nicht so schwer sein, die direkt wieder an Twitter zu einem genau für den Zweck angelegten Twitter-User durchzujagen, dem man dann nur folgen muss? Nehmt die Idee, macht was draus. So ist das derzeit nur eins: FAIL.

© blogpotato.de