Seit Anfang November läuft in der Neuen Presse die Aktion ‘Ich lebe gern in meiner Heimat‘. Zwei Jahre lang tingeln NP-Redakteure durchs Verbreitungsgebiet und suchen ‘den Dialog mit den Menschen in der Region’, wie es auf der Website so schön heißt.
Ich finde die Aktion gut. Ich mag mein Franken (das hört sich bescheuert an, wenn das jemand sagt, der seit zehn Jahren nicht mehr dort lebt, ich weiß) und vielleicht hilft die Aktion dabei, das ein oder andere Problem, das den Bürgern der Städte und Gemeinden der Region unter den Nägeln brennt, zu adressieren.
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Ich lebe gern in…
Relaunch der vhs-Website
Hier tut sich ja nur selten was, aber nachdem ich hier immer wieder über Webauftritte im Landkreis Kronach herziehe, wollte ich die Gelegenheit nicht ungenutzt lassen darauf hinzuweisen, dass ich jetzt auch mal wieder für den Landkreis tätig geworden bin und den Relaunch für die vhs Kreis Kronach realisiert habe.
Wer sich für Details interessiert findet diese bei 50north.de.

Neues Löschfahrzeug für Feuerwehr Mitwitz
Die Freiwillige Feuerwehr Mitwitz hat vergangene Woche mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20/20 ein neues Löschfahrzeug erhalten, das mit dem Tanklöschfahrzeug TLF 16 den letzten Rundhauber ersetzt, der im Dienst der Mitwitzer Feuerwehr steht.

Bild von Uli Slovig, weitere Bilder vom HLF 20/20 bei flickr.
Der MAN 13.209 mit dem markanten Kenneichen KC-MM 112 ist mit Aufbauten vom österreichischen Spezialisten Rosenbauer versehe, wurde am 10. September von der Alpenrepublik ins Frankenland überführt und dort feierlich in Empfang genommen.
Rettet Vesteblick!
Schaut man sich hier mal in der Seitenleiste die Blogroll an, so muss man feststellen: Blogs aus (und für) Oberfranken sind Mangelware (sollte ich eines übersehen haben, lasst es mich wissen!).
Und für Vesteblick beginnt das neue Jahr gleich mit einer Hiobsbotschaft, der eine Kostennote von fast 750 Euro beigeheftet war. Und ein Ende von Vesteblick wäre dem Fortbestand der oberfränkischen Blogosphäre alles andere als zuträglich.
Daher einfach mal ein Bier im Antla, beim Bauernhannla oder sonstwo weniger trinken und dem Falk einen Fünfer (oder natürlich auch mehr) überweisen. Der komplette Vesteblick-Spendenaufruf findet sich hier.
Mitwitz: Das einzig wahre Partnerdorf für Finsdorf
Ich bin ja manchmal echt für jeden Scheiß zu haben. Nachdem ich gerade versuche, eine gewisse Faszination für Stromberg zu entwickeln habe ich natürlich auch am Gewinnspiel für das Partnerdorf teilgenommen. Für die Analen daher meine E-Mail, die gerade an den Gewinnspielgroßmeister in Finsdorf raus ist:
Hallo!
Ich weiß, was ihr hören wollt, aber meiner Meinung nach kann eine nicht existente Stadt wie Bielefeld kein Partnerdorf für das reale Finsdorf sein. Außerdem ist Bielefeld ja auch eine Stadt, auch wenn sie nicht existiert.
Damit fällt auch die Stadt Stromberg im Hunsrück raus, weil Stadt, wobei sie als Heimat des deutschen Michels ja eigentlich geradezu prädestiniert dafür wäre. Da ja aber Stromberg (die Serie, nicht die Stadt) eine Serie mit Witz ist, würde ich sagen, Mitwitz, das Tor zum Frankenwald, ist das ideale Partnerdorf für Finsdorf (ok, es ist ein Markt, aber wir wollen mal nicht päpstlicher als der Papst sein, oder?)!
‘s Antla – flügellahm im Web
Vorweg: Auch wenn einige ihre Probleme damit haben, dass diese Medium einem jeden ermöglicht, Kritik zu äußern, ich werde es wieder tun. Jetzt gleich. Ich brauche dazu keinerlei Legitimation von irgend jemanden noch muss ich mich vorher mit wem auch immer in Verbindung setzen. Und da man offensichtlich nicht lesen mag, bevor man kommentiert: Diese Homepage verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen. Ich bin auch gar nicht im Agenturgeschäft tätig, als das ich hier um irgendwelche Aufträge buhlen müsste. Aber vielleicht komme ich irgendwann zurück nach Franken und werde steinreich, indem ich einfach das mache, was man in jedem ordentlichen Handwerk macht: Vernünftige Arbeit.
Denn darum soll es auch heute gehen. Meine Heimatstadt ist seit kurzem um ein Stück Erlebnisgastronomie reicher, das „Antla“, Mikrobrauerei und gute fränkische Küche in einem. Sagt zumindest die Werbung, es hat sich leider noch nicht ergeben, dass ich da mal vorbeischauen konnte.
Da nicht alles, was in der Zeitung steht, richtig ist, muss hier aber zunächst klargestellt werden: Es heißt auch in Mitwitz „Entla“. Antla heißt es erst ab Hassenberg. Die sagen ja aber auch „a breids Braad“, obwohl sie „a braads Breid“ meinen. Vermutlich ist die Namensgebung daher eine Marketingmaßnahme, um in’s Gespräch zu kommen. Aber irgendwie hat das was von sein Kind Pumuckl zu nennen, nur damit man zum Gesprächsthema in der Stadt wird.
Wie schon erwähnt haben Gastronomiehomepages im Landkreis Kronach vor allem eines gemeinsam: Sie sind schrecklich. Optisch, technisch und inhaltlich. Es braucht also nicht viel, um aus dieser Masse des Grauens hervorzustechen.
Ich wage zu behaupten, dass beim Gesamtvolumen von 2,5 Millionen Euro 1‰ gereicht hätte, um eine annehmbare Homepage, die optisch, technisch und inhaltlich auf dem aktuellen Stand ist, auf die Beine zu stellen. Für alle, die es nicht so mit dem Kopfrechnen haben: 1 Promille von 2,5 Millionen sind 2500 Euro. Stattdessen muss man annehmen, dass in diese Homepage genau 0 Euro geflossen sind. Offensichtlich fängt für „die Werbeberater“, wie es so schön in der Neuen Presse heißt, das Erlebnis Erlebnisgastronomie erst an der Türschwelle an. Die Homepage jedenfalls vermittelt den kühlen Charme einer Werbebroschüre für ein Altersheim, bei der man kurz vor Feierabend noch schnell den Knopf ‘Für Web exportieren’ in der verwendeten Textverarbeitung gedrückt hat:
Anders ist es nicht zu erklären, warum das ganze die Form eines DIN A4-Blattes hat, sieht man mal vom animiertes Gif-Bild als Intro mit sehenswerter Meta-Weiterleitung ab. Der Text ist schwer lesbar, Spationierung zu groß, Durchschuß zu klein, Schriftgöße generell zu gering. Die Tageskarte ist ein per iFrame eingebundener Word-Export, beim Kalender kommt ungefragt ein PDF-Dokument. Bei Hotels wird auf den Innenteil des Framesets der Hotelhomepage verlinkt, zu dessen Gesamtensemble das Antla ja gehört. Von dort gibt es keinen Weg zurück und auch keinen Weg zur eigentlichen Hotelwebsite. Kontakt gibt’s nur per E-Mail, kein Formular hilft dem Gast, mal eben schnell eine Anfrage abzusenden, von einer Karte, wo denn das Antla liegt, ganz zu schweigen. Von der Möglichkeit, direkt online zu reservieren, wollen wir erst gar nicht reden.
Der ein oder andere wird jetzt sagen: „Ja, aber das Antla hat doch noch gar nicht offiziell eröffnet, ist doch alles noch Baustelle!“. Korrekt. Aber es wird sich an der Homepage nicht mehr viel ändern. Denn wer auch immer das verbrochen hat hat keine Ahnung von dem, was er tut. Und das wird sich auch bis zur Eröffnung im nächsten Jahr nicht ändern. Außer, man nimmt ein paar Euros in die Hand, damit das Erlebnis nicht schon bei der Homepage zum Albtraum wird. Aber vielleicht ist ja auch die miese Qualität der Homepage ein weiterer geschickter Schachzug der Marketingstrategen, um ins Gespräch zu kommen.
Qualitätsjournalismus? Pfff!

Wehe, einer nimmt noch mal das Wort Qualitätsjournalismus im Zusammenhang mit einer Tageszeitung in den Mund!
Gestern war Abi-Verabschiedung des 09er Jahrgangs am Frankenwald-Gymnasium. Ich war dabei (nicht als Abiturient). Alexander Löffler vom Fränkischen Tag offensichtlich nicht. Oder er macht beim Zuschauen Fehler. Der Artikel im FT liest sich auf jeden Fall so, als wäre er aus einer Handvoll Fakten, die man über drei Ecken bekommen hat, schnell zusammengeschustert worden, zumal darin mehr KZG als FWG vorkommt…
Nur drei Beispiele:
Die Verabschiedung fand in der Schul-Aula statt. Die Mensa am FWG respektive am Schulzentrum Kronach sieht nicht nur anders aus, es riecht dort auch anders.
Es waren drei Schüler und Schülerinnen am FWG, die einen Schnitt von 1,5 oder besser hatten.
Und der größte Fauxpas: Es heißt Slovig! Siegfried Ludwig Otto Viktor Ida Gustav! Verdammt nochmal, ihr bekommt da eine Liste vom Gymnasium, die muss man nur kopieren und wieder einfügen! Abtippen war gestern! Und auf dem Abi-Zeugnis von Fabian steht der Nachname richtig. Die Schule dürfte den Fehler also nicht gemacht haben!
Ich mache hier übrigens keinen Qualitätsjournalismus. Ich kann es mir erlauben, qualitativ schlechte iPhone-Bilder zu veröffentlichen.
Zeitgemäß anno 2002
Osterurlaub bei meinen Eltern, beim letzten Abendessen eher unmotiviert durch die AVP geblättert und am Artikel „Neu gestaltete Internetseite für die touristischen Angebote aus dem Frankenwald” hängengeblieben. Ja, das wurde aber auch Zeit, die alte Seite in türkis, wo Wetter online prominenter vertreten war als die eigentlichen Inhalte, war mehr als unansehnlich. Und gute Webseiten sind auch gut für’s Geschäft (der Bauernhannla hat das noch immer nicht erkannt und bezugnehmend auf den Kommentar von Melanie kann ich noch ergänzen: Würde ich ihm anbieten, aber Agenturgeschäft ist „not my business”) und der Tourismus ist eine der wichtigsten Standbeine des Frankenwaldes.
Wer in der heutigen Informationsgesellschaft Kunden gewinnen und halten will, muss seine Angebote im Internet zeitgemäß präsentieren.
schreibt denn auch die AVP folgerichtig.
Auf den ersten Blick wirkt die Website frankenwald-tourismus.de auch in der Tat modern. Das typische Layout der Zeit mit nach oben ausklappenden Menüs und einem dreispaltigen Aufbau. Insgesamt wirkt der neue Auftritt frisch und gut durchdacht. Aber er hat natürlich so seine Ecken und Kanten:
Optisch fällt gleich auf, dass der mittlere Bereich zu eng geraten ist. Und auch dem Flash im Kopf hätte es besser gestanden, wenn es für breitere Monitore sanft in den Hintergrund übergeht, statt abrupt und nicht mal bündig mit der Navigation irgendwann zu enden. Auch das Menü suggeriert mit seinen kleinen Pfeilchen, dass es über mehrere Ebenen gehen wird, was aber nicht der Fall ist. Der Luxus, eine Hand als Mauszeiger zu haben, wie das bei Links eigentlich üblich ist, wird einem leider auch verwehrt.
Der englische Bereich ist ein Witz. Oder eine Frechheit. Oder beides.
Technisch habe ich, naturgemäß, mehr Kritikpunkte anzubringen.
Der Quelltext ist, gelinde gesagt, anstrengend. Viel zu viele unnötige Container, landläufig auch DIV-Suppe genannt und dann mischt sich doch immer mal wieder eine Layouttabelle ein – gerade bei einem Formular wie der Unterkunfts-Schnellsuche ist das so unnötig wie ein Kropf, wenn man denn wüsste, mit welchen Elementen man so ein Formular auszuzeichnen hätte. Von zugänglich ist dieses auf jeden Fall meilenweit entfernt.
Apropos Zugänglichkeit: Im Schnelltest durchgefallen, keine Skiplinks und auch alt-Texte für Bilder sind nicht vorhanden. Auch Überschriften sind gerne mal eben keine. Dafür sind die eigentlichen Überschriften mittels CSS ausgeblendet.
Und auch die Funktionsweise eines Druckstylesheets sollte man der ausführenden Agentur nochmal in aller Ruhe erklären.
Mittels einer interaktiven Karte kann man sich informieren, welche Angebote sich wo im Frankenwald befinden.
So die AVP weiter. Sorry, die Karte geht mal gar nicht. Die Topographischen Karten vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie sind für die Internetdarstellung schlicht und ergreifend nicht geeignet, wie es besser geht zeigen seit Jahren Google und Yahoo. Die Ladezeit ist außerdem unter aller Kanone.
Zeitgemäß hört darüber hinaus leider beim Design auf. Ich wollte den RSS-Feed abonnieren, damit ich immer auf dem laufenden bin. Gibt’s nicht. Auch das Online-Buchungssystem, an dem derzeit laut AVP nur ein Drittel der Unterkunftsbetriebe teilnehmen ist mindestens genau so verbuggt und hässlich wie das an der Mosel. Zeitgemäß ist anders!
Dem Bauernhannla sei Homepage
Ich muss nochmal auf die Homepage vom Bauernhannla zurückkommen. Ich hatte das ja schon angesprochen: Die geht absolut nicht. Wenn ich mich in der Gegend nicht auskennen würde und online ein Lokal für den Sonntagsausflug suchen würde, der Bauernhannla wäre sicherlich nicht mit dabei (wobei man ehrlich sagen muss, wenn ich ein Restaurant in Landkreis Kronach nach der Homepage aussuchen müsste, würde ich zu McDonalds gehen).
Bauernhannla – der urige Gasthof im Frankenwald
An der Homepage ist nichts auch nur im Ansatz urig! Allenfalls gruselig. Angefangen vom Frameset und dem übrigen Quellcode über das grün, das kein wirklich heimeliges Gefühl aufkommen lassen will bis hin zum schlecht freigestellten Logo. Jetzt ist es nicht so, dass die Konkurrenz in Steinberg es wesentlich besser machen würde. Auch zum davonlaufen. Aber beim Frack gibt’s wenigstens alle Bilder in einigermaßen groß, während beim Bauernhannla Briefmarkengröße vorherrscht. Der einzige Pluspunkt: Es wird offensichtlich regelmäßig der Bereich ‘Aktuelles’ aktualisiert. Auch nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Macht wahrscheinlich der Sohn vom Nachbarn. Würde zumindest zur Optik passen.
Dem könnte man aber mal sagen, er soll die Woche kein Update einspielen, weil das letzte schon entsprechend weitreichend vorausgeplant war und stattdessen den Schrott, der aktuell online ist, entsorgen und gegen was zeitgemäßes ersetzen. Das ist auch nicht weiter schwierig. Nichtmal für den möglicherweise minderbegabten Sohn des Nachbarn.
Software
Zunächst mal zieht man los und holt sich passende Software. WordPress zum Beispiel. Kostet nichts, passt also ins Budget, und ist hinreichend DAU-sicher. Seit dem Online-Update, das mit 2.7 eingeführt wurde, sogar von einem solchen problemlos aktuell zu halten.
Bilder
Dann nimmt man sich eine beliebige Digitalkamera, wartet einen schönen Tag ab und macht Bilder. Vielleicht auch mal mit Leuten drauf. So sieht das aus als würde niemand hingehen. Und wenn es vier Wochen wie aus Eimern schüttet füttert man halt mal Google mit Informationen. Da fallen dann beispielsweise solche großartigen Aufnahmen raus. Den Fotografen zu fragen, ob man das Bild vielleicht benutzen darf, kostet erstmal nichts außer Überwindung. Und vielleicht hat er ja noch mehr davon.
Optik
Für grafisch Minderbemittelte wie mich wurde das Smashing Magazine erfunden. Die meinen es immer mal gut mit einem und schmeißen qualitativ hochwertige Themes für lau raus, wie zum Beispiel Blakmagik. Damit das ganze nicht gleich auf den ersten Blick aussieht wie von der Stange holt man sich noch eine andere Schrift für die Headline, beispielsweise die ebenfalls freie Yanone Kaffeesatz und ohne überragende Photoshop-Skills bekommt man auch das für den geplanten Einsatzzweck unpassende RSS-Logo weg und ein Logo rein.
Zusammenschrauben
Wenn man dann alle Einzelteile hat muss man die nur noch zusammenschrauben. Hier und da braucht es eine Schraube mehr, um beispielsweise auch einen Arikel auf die Startseite zu bringen, neben den Posts, die zukünftig die Aktuell-Kategorie ablösen. Und die Seiten, die oben rechts ‘rumhängen’ sollen natürlich nicht noch mal direkt drunter auftauchen.
Also alles kein Hexenwerk und innerhalb kürzester Zeit ist eine Homepage fertig, die ein wirklich uriges Gefühl vermittelt, einfachst zu administrieren und zu pflegen ist und die komplette Konkurrenz um Längen aussticht. Da hätte auch der Unternehmensberater drauf kommen können…










